Die Sakramente - im Bild der Öllampe

 
„Ihr seid das Licht der Welt. … Man zündet auch nicht eine Leuchte an und stellt sie unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; dann leuchtet sie allen im Haus.“ 
(Mt 5, 14-15)
 
Wir sollen und wir können Licht in dieser Welt sein. Ein schönes Bild für dieses Licht-sein ist eine Öllampe.
 
 
 
Die Taufe ist die Grundlage unseres Christseins, wie die Schale, der Boden der Öllampe für die Öllampe selbst. Gott nimmt uns in der Taufe als Söhne und Töchter an, als seine Kinder. Zugleich werden wir in die Gemeinschaft Gottes aufgenommen, in seine Kirche.
 
 
Die Eucharistie ist die Nahrung auf unserem Lebensweg, sie stärkt uns und gibt uns die Kraft, Licht zu sein. Die Kinder bekommen dieses Sakrament zum ersten Mal im Erstkommunion-Festgottesdienst. Der Behälter der Öllampe muss natürlich immer wieder aufgefüllt werden. In jeder Eucharistiefeier können wir das tun.
 
 
Die Firmung stärkt und bestärkt uns darin, Licht für die Welt zu sein. Sie macht uns bereit dafür. Sie ist wie der Aufsatz mit dem Docht, so dass das Öl auch tatsächlich brennen kann und nicht wirkungslos in der Lampe bleibt.
 
Die Taufe, die Erstkommunion als der erste Empfang der Eucharistie und die Firmung bilden zusammen das sogenannte Initiationssakrament. In der Urkirche wurden diese drei Sakramente zusammen gespendet und der Erwachsene damit in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen. Als dann die Taufe im Kleinkindalter zur Regel wurde, wurden Firmung und erster Eucharistieempfang auf später verschoben. Die Firmung bildet nun gleichsam den Abschluss der Eingliederung in die Kirche, bei dem der junge Christ seine Bereitschaft erklärt, aus dem Glauben heraus Verantwortung zu übernehmen. Auch heute noch empfangen Erwachsene diese drei Sakramente in einer einzigen Feier, wenn sie in die Kirche aufgenommen werden möchten.
 
 
Das Sakrament der Ehe und das Sakrament der Priesterweihe. Die Ehe und das Priestersein sind zwei Weisen, zwei Ausdrucks­­möglichkeiten dafür, Licht in der Welt sein.
Natürlich gibt es noch andere Möglichkeiten, dieses Licht-sein in seinem eigenen Leben auszudrücken. Jede diese Ausdrucks­möglichkeiten hat ihren eigenen Wert und ihre eigene Wichtigkeit im Leben.
 
 
Wenn unser Leben aus dem Lot gerät, in Schieflage kommt, muss es wieder aufgerichtet werden. Dazu sind die beiden „Sakramente der Aufrichtung“ da, das Sakrament der Versöhnung, die Beichte, und das Sakrament der Stärkung, die Krankensalbung.
Diese beiden Sakramente können das eigene Leben wieder aufrichten und ins Lot bringen, wie die Füßchen an der Öllampe.
 
Licht sein in der Welt
Wir können nur Licht in der Welt und für diese Welt sein, weil wir aus dem Licht Gottes leben, an seinem Licht Anteil haben.
Die Sakramente wollen uns dazu helfen, indem sie uns die Nähe Gottes aufzeigen und sein Handeln an und mit uns deutlich machen. Ja, mehr noch: In den Sakramenten handelt Gott, ist uns Gott nahe.
 
(Martin Kornelius Östringen 2020)
 
 
So geht's: Die einzelnen Bestandteile der Lampe wie auf der Vorlage vorgegeben auf Karton oder Sperr- bzw. dünnes Bastelholz übertragen, ausschneiden bzw. aussägen und bunt bemalen